Stiftung Wirtschaftshof Spandau
Stiftung Wirtschaftshof Spandau
Die Stiftung Wirtschaftshof Spandau ist eine rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts mit Sitz in Berlin-Spandau. Sie wurde aus dem Wunsch heraus gegründet, dauerhaft gemeinnützige und mildtätige Aufgaben im Bezirk zu unterstützen. Ihren Ursprung hat die Stiftung in den Erfolgen der Spandauer Werbewoche von 1949, deren Überschuss für soziale und gemeinnützige Zwecke eingesetzt wurde. Aus diesem Impuls heraus entstand das Bestreben, langfristige Strukturen zu schaffen, die unabhängig von Verwaltungsgrenzen und politischen Zyklen wirken können.
Zweck und Aufgaben
Die Stiftung verfolgt ausschließlich gemeinnützige und mildtätige Ziele. Sie unterstützt Menschen, Vereine und Einrichtungen in Spandau, die auf Hilfe angewiesen sind oder einen Beitrag zum gesellschaftlichen Leben leisten. Grundlage hierfür ist die gültige Stiftungssatzung.
Die Arbeit der Stiftung konzentriert sich auf drei zentrale Bereiche:
- Unterstützung bedürftiger Menschen
Kinder, Jugendliche, Rentnerinnen und Rentner sowie Menschen mit Beeinträchtigungen, die in Spandau leben und im Sinne der Abgabenordnung als bedürftig gelten, können durch Sach- oder Geldspenden gefördert werden. - Förderung des Sports
Spandauer Sportvereine können Sach- oder Finanzhilfen erhalten, um ihre Arbeit, Infrastruktur oder Projekte zu unterstützen. - Heimatpflege und Heimatkunde
Die Stiftung unterstützt Maßnahmen, die das historische Bewusstsein, kulturelle Identität und das Spandauer Stadtleben stärken – ebenfalls durch Sach- oder Geldspenden.
Grundsätze der Stiftungsarbeit
Die Stiftung Wirtschaftshof Spandau ist selbstlos tätig und verfolgt keine wirtschaftlichen Interessen. Sie nutzt ihre Mittel ausschließlich für die Zwecke, die in der Satzung festgelegt sind. Dabei wird besonders darauf geachtet, dass keine Person durch unverhältnismäßige Vergütungen oder zweckfremde Ausgaben begünstigt wird.
Die Stiftung kann bedürftige Menschen sowie Projekte im Sport- und Kulturbereich unterstützen. Die Auswahl der zu fördernden Personen erfolgt durch den Vorstand der Stiftung; Vorschläge des Bezirksamtes Spandau werden dabei ausdrücklich berücksichtigt.
Struktur und Organisation
Der Vorstand der Stiftung entspricht dem Vorstand der Vereinigung Wirtschaftshof Spandau e.V. Er vertritt die Stiftung und trifft alle notwendigen Entscheidungen zur Erfüllung der satzungsgemäßen Aufgaben. Die Arbeit des Vorstands ist ehrenamtlich. Gabriele Fliegel ist als Vorstandsmitglied und häufige Gastgeberin oder Rednerin bei Veranstaltungen der Stiftung und des Wirtschaftshofes Spandau aktiv.
Unterstützt wird der Vorstand durch den Ehrenrat und den Beirat des Wirtschaftshofes. Beide Gremien beraten die Stiftung inhaltlich und tragen dazu bei, Projekte zielgerichtet und bedarfsgerecht auszurichten.
Förderschwerpunkte und Netzwerk
Die Vereinigung Wirtschaftshof Spandau e.V. setzt gezielt auf verschiedene Förderschwerpunkte, um die wirtschaftliche Stärke und Vielfalt im Bezirk Spandau nachhaltig zu fördern. Im Mittelpunkt steht dabei die Unterstützung von Unternehmen, Unternehmerinnen und Start-ups durch ein lebendiges Netzwerk, das den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft ermöglicht. Mit rund 330 Mitgliedern aus unterschiedlichen Branchen bietet die Vereinigung eine Plattform, auf der innovative Projekte entstehen und Synergien genutzt werden können.
Ein zentrales Element der Netzwerkaktivitäten ist die enge Kooperation mit starken Partnern wie dem Jobcenter Spandau, dem Projekt Einstieg zum Aufstieg I VBKI sowie der eigenen Stiftung Wirtschaftshof. Gemeinsam werden Initiativen entwickelt, die Unternehmen im Bezirk Spandau bei aktuellen Herausforderungen unterstützen und neue Chancen eröffnen. Besonders sichtbar wird diese Zusammenarbeit bei der branchenübergreifenden Jobbörse, die am 16. Oktober 2025 in der historischen Zitadelle Spandau stattfindet. Hier treffen Unternehmen, Arbeitssuchende und Interessierte aufeinander, um Kontakte zu knüpfen, Fragen zu stellen und konkrete Einstiegsmöglichkeiten in die Arbeitswelt zu entdecken. Die Teilnahme an der Jobbörse ist sowohl für Ausstellende als auch für Besucher kostenfrei und bietet einen umfassenden Kurzüberblick über die vielfältigen Arbeits- und Entwicklungschancen im Bezirk.
Ein weiterer Förderschwerpunkt der Vereinigung Wirtschaftshof Spandau e.V. ist die Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt von Spandau und Berlin. Mit dem Projekt Work for Refugees, das von der Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung gefördert wird, werden gezielt Brücken zwischen Unternehmen und Geflüchteten gebaut. Ziel ist es, die Vielfalt im Bezirk zu stärken und Geflüchteten den Einstieg und Aufstieg in der Arbeitswelt zu ermöglichen. Die Vereinigung Wirtschaftshof Spandau e.V. versteht sich dabei als verlässlicher Partner für Unternehmen, die gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und von der Integration neuer Talente profitieren möchten.
Verantwortung und Transparenz
Die Stiftung unterliegt dem Berliner Stiftungsgesetz. Entsprechend werden der Stiftungsaufsicht regelmäßig Berichte über das abgelaufene Geschäftsjahr vorgelegt. Auch Änderungen in der Zusammensetzung des Vorstands oder in den Kontaktdaten werden der Aufsichtsbehörde unverzüglich mitgeteilt.
Bei Auflösung der Stiftung oder dem Wegfall ihrer steuerbegünstigten Zwecke fällt das vorhandene Vermögen an eine andere steuerbegünstigte Körperschaft, die ebenfalls mildtätige Aufgaben erfüllt – insbesondere im Sinne der Unterstützung bedürftiger Menschen in Spandau.
Bedeutung für den Bezirk
Die Stiftung Wirtschaftshof Spandau verbindet historisches Engagement mit moderner Verantwortung. Sie ist ein Instrument, um dauerhaft Gutes für den Bezirk zu bewirken: durch direkte Hilfen für Menschen in schwierigen Lebenslagen, durch die Förderung des Sports und durch die Pflege der Spandauer Identität.
Als langfristig angelegte Institution schafft sie stabile Strukturen, die über kurzfristige Projekte hinauswirken und einen dauerhaften Beitrag zur sozialen und kulturellen Entwicklung Spandaus leisten.
